In einer Bratpfanne die (eine Stunde im voraus gesalzenen) halbierten Schenkel und Flügel während einigen Minuten in etwas Bratbutter oder Olivenöl rundherum bräunen. Die beiden Brüste ebenfalls kurz anbraten, jedoch nur auf der Hautseite. Die Brüste auf einen Teller legen und zugedeckt wieder in den Kühlschrank stellen – sie kommen erst ganz am Schluss in den heissen Eintopf.
Die Zwiebeln in 1 cm grosse Stücke schneiden. In einem Schmortopf etwas Bratbutter oder Olivenöl erhitzen und die Zwiebeln einige Minuten bei mittlerer Hitze hellbraun dünsten. Tomatenpüree, Safran und Kurkuma zugeben und mit den Zwiebeln mischen. Die Fleischstücke in einer Lage auf die Zwiebeln legen, bei den Oberschenkeln soll die Haut unten liegen. Mit der vorbereiteten Brühe aufgiessen – das Fleisch soll nicht vollständig mit Flüssigkeit bedeckt sein. Zitronensaft, Berberitzen (1) und Lorbeerblätter zugeben. Den Topf in den auf 135°C Umluft vorgeheizten Ofen stellen – den Deckel dabei ein kleinen Spalt geöffnet lassen.
Das Fleisch in ca. 2.5 Stunden weich schmoren – es ist fertig, wenn es von alleine von einer hineingesteckten Fleischgabel rutscht. Zwischendurch die Fleischstücke einmal wenden, die Oberschenkel sollen in der zweiten Hälfte der Garzeit mit der Haut nach oben liegen, damit diese bräunen kann. Sollte zu viel Flüssigkeit verdampfen, zwischendurch etwas Brühe zugeben – am Schluss soll die Schmorflüssigkeit auf eine sämige Konsistenz eingekocht sein. Wenn das Fleisch fertig ist, den Topf aus dem Ofen nehmen, die beiden Brüste mit der Haut nach oben in die Sauce legen und zugedeckt etwa 10 Minuten darin ziehen lassen. Das Fleisch soll dabei gerade eben durchgaren, die Kerntemperatur für ein zartes und saftiges Ergebnis jedoch nicht mehr als 62 bis 65°C betragen (Bitte unsere Hinweise zum Thema Lebensmittelsicherheit beachten (–> Zubereitungs-Methoden: Allgemeine Hinweise).).
Während das Fleisch im Ofen schmort, die Berberitzen-Sauce zubereiten. Dafür die Berberitzen (2) für 30 Minuten in warmes Wasser einlegen. Die Butter mit dem Zucker in einer kleinen Pfanne schmelzen, die abgetropften Berberitzen und etwas Zimt zugeben und einige Minuten bei kleiner Hitze köcheln lassen, bis die Flüssigkeit sirupartig einreduziert ist. Beiseitestellen. Wenn der Eintopf fertig ist, einen Esslöffel Schmorflüssigkeit zu den Berberitzen geben und die Sauce vor dem Servieren nochmals kurz erwärmen.
Servieren
Das Fleisch mit Basmatireis* (optional wie auf dem Foto mit einer Safran-Kruste («Tahdig»)) auf Tellern anrichten. Die Berberitzen-Sauce darüber träufeln und etwas geröstete Mandeln darüber streuen. Dazu passt ein Gurken-Joghurt mit Dill.
* So gelingt Basmatireis auch ohne Reiskocher: 250 g Basmatireis in ein Sieb geben und dieses auf eine Pfanne stellen. Unter fliessendem Wasser den Reis so lange waschen, bis das Wasser in der Pfanne klar ist. Wasser aus der Pfanne giessen und den kurz abgetropften Reis in die Pfanne geben. 4 dl kaltes Wasser zugeben. Die Pfanne auf den Herd stellen und ohne Deckel bei mittlerer Hitze aufkochen. Sobald das Wasser sprudelnd kocht, die Hitze auf die kleinste Stufe herunterdrehen und den Reis zugedeckt 12 Minuten köcheln lassen. Die Pfanne vom Herd nehmen und den Reis weitere 10 bis 15 Minuten zugedeckt quellen lassen, dann ist der Reis fertig. Wichtig: während des ganzen Koch- und Quell-Prozesses den Deckel niemals von der Pfanne nehmen.